01. Juni 2026 News

Neuer Elektrolyseur in Betrieb

Wasserstoff aus erneuerbarem Strom für Produktionsprozesse

Breitenwang/Reutte, 02. Juni 2026 – Am Standort Reutte hat die Plansee Group einen wichtigen Meilenstein ihres Nachhaltigkeitsprogramms erreicht: Der neue Elektrolyseur zur Herstellung von Wasserstoff wurde erfolgreich in Betrieb genommen. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Unternehmen Linde als Besitzer und Betreiber der Elektrolyseur-Anlage umgesetzt. Der Wasserstoff entsteht mithilfe von Strom aus erneuerbaren Energien – also ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe.

Wasserstoff ist ein unverzichtbares Betriebsmittel für die Plansee Group bei der Herstellung ihrer Molybdän- und Wolframprodukte, für die das Unternehmen international bekannt ist. Er wird unter anderem eingesetzt, um Metalle während der Verarbeitung vor Sauerstoff zu schützen und gezielte chemische Umwandlungsprozesse zu ermöglichen. Bisher wurde der dafür notwendige Wasserstoff mithilfe von Erdgas hergestellt. Mit dem neuen Elektrolyseur stellt die Plansee Group am Standort Reutte die Wasserstofferzeugung schrittweise auf Strom aus erneuerbaren Energien um. Dadurch entfallen CO₂‑Emissionen, die bei der Erdgasnutzung entstehen würden.

Mit dem Elektrolyseur können durch die Umstellung jedes Jahr bis zu 4.000 Tonnen CO₂ eingespart werden – ein bedeutender Meilenstein im Nachhaltigkeitsprogramm des Unternehmens. Zusätzlich wurde ein Wärmerückgewinnungssystem installiert, das entstehende Abwärme nutzt.

Der produzierte Wasserstoff kommt in vielen Bereichen der Produktion zum Einsatz: bei der Pulverherstellung, beim Sintern, bei der Bearbeitung der Bauteile und beim abschließenden Glühen. Fast die Hälfte des Wasserstoffs wird allein für die Umwandlung von Molybdänoxid in reines Molybdänpulver benötigt. Neben dem Unternehmensbereich Plansee HLW nutzt auch CERATIZIT am Standort Reutte einen Teil des erzeugten Wasserstoffs.

Die Inbetriebnahme des Elektrolyseurs ergänzt die bestehenden Maßnahmen der Plansee Group zur nachhaltigeren Energieversorgung ihrer industriellen Produktionsprozesse am Hauptsitz in Reutte.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Transformation der Wirtschaft“ durchgeführt. Mehr auf: www.klimafonds.gv.at

Mehr über unsere Nachhaltigkeitsziele auf unserer Website: www.plansee-group.com 

Fotos: Rolf Marke

Medienkontakt

Dénes Széchényi
Head of Group Communications
Tel. +43-5672-600-2243
Mobil +43-664-81 52 598
denes.szechenyi@plansee-group.com

Über die Plansee Group: Fokus auf die Metalle Molybdän und Wolfram

Die Plansee Group ermöglicht mit ihren Produkten Anwendungen an der Grenze des technisch-physikalisch Machbaren – in Elektronik, Medizintechnik, Energieversorgung, Maschinenbau, Bauindustrie, Mobilität sowie Sicherheit und Verteidigung.

Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Reutte/Tirol ist auf die pulvermetallurgische Verarbeitung der Hochleistungswerkstoffe Molybdän und Wolfram spezialisiert. Die Wertschöpfungskette reicht von der Aufbereitung von Schrotten und Erzkonzentraten über die Herstellung von Vorprodukten und Rohlingen bis hin zur Entwicklung und Produktion kundenspezifischer Komponenten und Werkzeuge.

Die Plansee Group mit der Dachgesellschaft Plansee Holding AG vereint zwei starke Unternehmensbereiche:
•    Plansee Hochleistungswerkstoffe, spezialisiert auf metallische Produkte aus Molybdän und Wolfram.
•    Ceratizit, fokussiert auf Werkzeug aus Hartmetall (Wolframkarbid) für Handwerk, Zerspanung und industrielle Fertigung.

Langfristige Versorgungssicherheit für ihre Schlüsselwerkstoffe gewährleistet die Plansee Group über das Recycling und langfristige Partnerschaften mit Minenbetreibern. Am chilenischen Molybdänverarbeiter Molymet ist die Plansee Group mit 31 Prozent beteiligt und am Wolfram-Minenbetreiber Almonty mit zehn Prozent. 

Mit 11.120 Mitarbeitern an 36 Produktionsstandorten erzielte die Plansee Group im Geschäftsjahr 2025/26 einen konsolidierten Umsatz von 2,35 Milliarden Euro. Das Geschäftsjahr endet am letzten Februartag.