Mit unseren Metallen Molybdän und Wolfram ermöglichen wir den Erfolg unserer Kunden und erschließen gemeinsam mit ihnen neue Anwendungen.
Was ist Molybdän?
Molybdän ist ein Refraktärmetall mit der Ordnungszahl 42 und dem Elementsymbol Mo. Es zeichnet sich durch seine hohe Temperaturbeständigkeit sowie weitere besondere physikalische und chemische Eigenschaften aus.
Über den unten stehenden Link kommst du direkt zu den Eigenschaften, Produkten und Anwendungen von Molybdänmetallen:
2620
°C Schmelzpunkt
Zum Vergleich:
Eisen schmilzt bei 1.553°C und
Kupfer schon bei 1.065°C
10,22
Dichte (Gramm pro cm3)
Molybdän ist mit 10,22 Gramm pro Kubikzentimeter halb so schwer wie Gold.
Wissenswertes:
- Molybdän zeigt ein ausgewogenes Eigenschaftenprofil
- Molybdän ist bei niedrigeren Temperaturen gut verformbar und leichter zu verarbeiten als Wolfram
- Die Duktilität von Molybdänwerkstoffen steigt mit zunehmender Verformung
weitere Eigenschaften
- gute thermische Leitfähigkeit
- geringer elektrischer spezifischen Widerstand
- starke Bindung zwischen den Atomen und höherer E-Modul als viele andere Metalle
- thermophysikalische Eigenschaften ändern sich mit der Temperatur
Was bewirkt Molybdän im Stahl?
Molybdän ist ein Legierungselement für die Herstellung hochwertiger Stähle. Folgende Stahleigenschaften können mit Molybdän positiv beeinflusst werden:
- Festigkeit
- Härtbarkeit
- Warmfestigkeit
- Korrosionsbeständigkeit
- Verschleißfestigkeit
Häufig gestellte Fragen über Molybdän
Molybdän ist ein hochschmelzendes Refraktärmetall. Abgeleitet vom lateinischen Wort refractarius (widerspenstig / halsstarrig) wird es seiner Namensherkunft gerecht: der Werkstoff ist nur schwer zu bearbeiten und wird mithilfe von pulvermetallurgischen Verfahren hergestellt. Außerderm verfügt Molybdän über eine geringe Wärmeausdehnung und eine hohe Wärmeleitfähigkeit und wird aufgrund dieser Eigenschaften in zahlreichen Industrien eingesetzt.
- Molybdän verfügt über eine außergewöhnliche Hitzebeständigkeit, wodurch es auch bei hohen Temperaturen formstabil und äußerst fest bleibt.
- Molybdän hat einen Schmelzpunkt von 2620 °C.
- Molybdän weist einen sehr niedrigen Dampfdruck auf und eignet sich besonders gut für Hochtemperaturanwendungen in Vakuum- und Schutzgasatmosphären.
- Molybdän bleibt im Kontakt mit vielen verschiedenen Substanzen auch bei hohen Temperaturen korrosionsbeständig.
Molybdän fällt größtenteils als Nebenprodukt des Kupferabbaus in den USA sowie in Chile, Peru und Kanada an, wo große Vorkommen liegen.
Molybdänerze werden zunächst auf dem Weg physikalischer Verfahren im Gehalt angereichert und anschließend mit chemischen Verfahren so rein gemacht, wie es die weitere Verarbeitung erfordert.
Der Preis von Molybdäntrioxid beträgt aktuell 30 Dollar pro lb (Pfund, Pound) 1 lb = 0,45 kg. Ausgangsmaterial für die bei Plansee relevanten metallischen Anwendungen von Molybdän ist Molybdäntrioxid (MoO₃).
- 86% des Molybdänbedarfs wird als Legierungselement für verschiedene Stahlsorten verwendet
- 10% des Molybdänbedarfs wird für Katalysatoren in der Ölraffination oder als Schmierstoffe verwendet
- 4% werden als reines oder legiertes Molybdänmetall verwendet.
Mit rund 300.000 Tonnen wird weltweit jährlich dreimal so viel Molybdän verarbeitet wie Wolfram. In der Vergangenheit wurde Molybdän in Reinform oder in Form von Legierungen vorwiegend in klassischen Hochtemperaturanwendungen wie der Licht- und Ofenbauindustrie eingesetzt. Heute sind es vor allem Beschichtungstechnik, Elektronikindustrie, Glasindustrie, Medizintechnik und Metall- und Kunststoffverarbeitung, die auf Molybdänbasiswerkstoffe angewiesen sind. Als Beispiel: In der Flachbildschirmfertigung werden sogenannte Sputtertargets aus Molybdänwerkstoffen zur Abscheidung dünner Funktionsschichten eingesetzt. Ein weiterer Teil des Molybdänmaterials wird in Form von Blechen, Bändern, Stäben, Drähten und Komponenten an Kunden verkauft.
Weiterverwendung, Wiederverwendung oder Aufbereitung: Plansee hat zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, um möglichst viele Molybdänprodukte nach ihrem Gebrauch beim Kunden zurückzuholen und sicherzustellen, dass sie im Sinne der Kreislaufwirtschaft sinnvoll genutzt werden. Molybdänschrotte, die wir aus technischen Gründen nicht im primären Molybdänkreislauf halten können, werden in der Stahlindustrie als Legierungszusatz weitergenutzt.
Molybdän ist weder radioaktiv noch giftig.
Auf der Website von Plansee gibt es weitere Informationen zu Molybdän.