Frische Ideen sichern die Zukunft
Neue Triebe für die Industrie
Innovation entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern dort, wo Menschen ihre Köpfe zusammenstecken und über bekanntes Terrain hinausgehen. Auch in der Metallindustrie. Dafür braucht es die Erfahrung derjenigen, die seit Jahren forschen und gestalten, ebenso wie die Impulse des Nachwuchses. Doch wie gelingt es, junge Talente für unsere Branche zu begeistern? Und gibt es sie überhaupt noch?
Professor Helmut Antrekowitsch ist nicht nur Vizerektor der Montanuniversität Leoben, Leiter des Lehrstuhls für Nicht-Eisen-Metallurgie und renommierter Forscher, sondern auch Optimist. Denn was ihn an seinem Fach fasziniert, ist nicht weniger als das Potenzial, die Welt zu verändern. „Ohne Metalle gäbe es kaum einen Alltagsgegenstand. Und wer versteht, wie Metalle funktionieren, kann die großen Transformationen unserer Welt aktiv mitgestalten.“ Oder: Wer sich mit Metallen beschäftigt, kann darin eine sinnstiftende Tätigkeit finden. Ob Energiewende, Kreislaufwirtschaft oder Digitalisierung: Studierende der Metallurgie können Teil der Lösungen für diese Herausforderungen sein. Das versucht Helmut Antrekowitsch in seinen Vorlesungen zu vermitteln. „Was mich am meisten fasziniert: wie begeistert meine Studierenden am Ende ihres Studiums sind, mit so vielen Visionen. Es gibt nur einen Haken: Es sind zu wenige.“
Die Welt verstehen
Eine dieser wenigen ist Katharina Lammer. „Ich hätte vor meinem Studium nicht erwartet, dass sich mein Weltbild so schnell erweitert. Jeden Tag begegne ich Alltagsgegenständen, die ich nun besser verstehe – zum Beispiel, weil ich weiß, wie sich Teilchen verhalten“, schildert sie. Ein Meilenstein war Katharinas Praktikum bei CERATIZIT in Reutte, einem Unternehmensbereich der Plansee Group. „Neben den Bergen und dem tollen Team hat mich vor allem motiviert, zu sehen, wie ich mein Studienwissen anwenden kann und was ich damit bewegen kann“, erzählt sie. „Ich kann mir vorstellen, später in einer wirtschaftlichen Position in einer Firma zu arbeiten. Die Metallurgie ist dafür eine super Grundlage, alles andere kann ich auf das technische Grundverständnis draufsatteln.“ Diese Haltung spiegelt auch die Karriere von Gerfried Weiss wider – heute im Vorstand von Plansee HLW, damals ebenfalls Metallurgie-Student.
Faszination Produktion
„Was die Plansee Group so besonders macht, ist, dass sie für fast jeden, der technisch begeistert ist, etwas bietet: von der Manufaktur von Spezialkomponenten bis zur automatisierten Serienfertigung“, erzählt Gerfried Weiss, der bereits Einblicke in verschiedenste Unternehmen auf unterschiedlichen Kontinenten hatte. Was ihn und andere so begeistert, müsse wieder auf die junge Generation übertragen werden. „Als Industrie müssen wir daran arbeiten, das Image der metallverarbeitenden Branche zu modernisieren“, betont er. „Wir müssen zeigen, wie wichtig Wertschöpfung im eigenen Land ist, wie spannend unsere Themen sind und welchen Beitrag wir für Produkte und Hightech-Anwendungen leisten, die jeder braucht.“ Denn es seien die Menschen, die die Plansee Group in ihrer über 100-jährigen Geschichte so weit gebracht haben. „Wir wollen für jeden Bereich die richtigen Talente finden. Menschen, die auch kulturell zu uns passen.“ Doch die Frage bleibt: Woher kommt der Nachwuchs für Forschung und Industrie?
Früh begeistern
Katharina durfte schon als Kind tüfteln und handwerklich aktiv sein und kam über ihren Chemielehrer mit Metallen in Berührung. Diese Neugier in der Erziehung zu fördern und analoge Technik wieder ins Spiel zu integrieren, ist in ihren Augen von großer Bedeutung. Auch die Montanuniversität Leoben setzt genau hier an. „Wir haben viele verschiedene Angebote, um junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern – für die Industrie, aber auch für die Forschung. Wir alle brauchen viele gute Leute“, berichtet Helmut Antrekowitsch. Ein Beispiel: Schülerinnen und Schüler können bereits im Rahmen des schulischen Laborunterrichts an der Universität Recyclingprozesse nachstellen. Außerdem gibt es an der Montanuniversität als einziger Universität Österreichs ein Pflichtpraktikum, sie beschäftigt außerdem die meisten studentischen Mitarbeitenden. „Durch die praktische Arbeit sehen die Schülerinnen und Schüler und Studierenden, was ihr Wissen bewirken kann“, erklärt Antrekowitsch.
Persönlicher Kontakt
Die Plansee Group hat schon früh begonnen, auf allen Ebenen Ausbildung zu unterstützen und in sie zu investieren: von der Lehre über eine eigene Stiftung und die HTL in Reutte bis hin zu Kooperationen mit Universitäten. „Es herrscht nicht an allen Standorten weltweit Fachkräftemangel. Aber dort, wo es schwierig ist, ist unsere Stärke der persönliche Kontakt“, betont Gerfried Weiss. Neben Praktikumsstellen und Projekten mit Hochschulen kommen regelmäßig Studierende zu Exkursionen an die Standorte. „Mit Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen, die sich Zeit nehmen – und zwar über alle Ebenen bis zum Vorstand –, das kommt bei den Studierenden sowie Schülerinnen und Schülern sehr gut an“, erklärt er. Klar ist: Die Faszination für Naturwissenschaft und Technik und engagierte junge Menschen gibt es noch – darin sind sich alle einig.
Helmut Antrekowitsch hat seine naturwissenschaftliche Karriere an der HTL Leoben begonnen und kam bereits dort mit der Metallurgie in Berührung. Nach einer Phase in der Industrie zog es ihn an die Universität, wo es ihn bis heute fasziniert, die Prozesse vom Werkstoff bis zum fertigen Produkt zu ergründen.
Katharina Lammer studiert Metallurgie an der Montanuniversität und fand dank ihres mitreißenden Chemielehrers den Zugang zur Welt der Metalle. Doch schon als Kind wurde sie ans Forschen und Ausprobieren herangeführt – darin sieht sie einen Schlüssel für die nächste Generation.
Gerfried Weiss hat in Leoben Metallurgie studiert und viele Jahre für verschiedenste Unternehmen in Europa und Afrika gearbeitet – vor allem mit Berührungspunkten zum Werkstoff Stahl. Vor fast fünf Jahren ist er in die Welt der Refraktärmetalle bei Plansee HLW gewechselt und schätzt hier die persönliche Unternehmenskultur.
Über die Plansee Group
Mit den Unternehmensbereichen Plansee und CERATIZIT sowie der Beteiligung an Molymet ist die Plansee Group eines der weltweit führenden pulvermetallurgischen Industrieunternehmen.
Die Plansee Group ist auf Produkte aus den Werkstoffen Molybdän und Wolfram spezialisiert und deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Aufbereitung der Rohstoffe (aus Schrotten oder Erzkonzentraten) bis zu kundenspezifischen Werkzeugen und Komponenten.
Das Produktportfolio umfasst mehr als 100 000 verschiedene Produkte und Werkzeuge. Damit ermöglicht die Plansee Group Hightech-Geräte des täglichen Bedarfs wie Smartphones ebenso wie nachhaltige und effiziente Lösungen für die Mobilität, die Energieversorgung und die industrielle Fertigung.
Die Plansee Group erzielte im Geschäftsjahr 2023/24 mit 11.208 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 2,28 Milliarden Euro.
Das Geschäftsjahr endet mit dem letzten Februartag.
Medienkontakt
Dénes Széchényi
Head of Group Communications
Tel. +43-5672-600-2243
Mobil +43-664-81 52 598
denes.szechenyi@plansee-group.com