15. Oktober 2026 News

Wolframversorgung: Europa muss jetzt handeln

VDMA fordert stärkere europäische Rohstoffstrategie

Veröffentlicht von: Plansee Group Geändert am:
Wolfram ist aufgrund seiner besonderen Eigenschaften für zahlreiche Anwendungen in der (Hightech-)Industrie unverzichtbar. Gleichzeitig steht die Versorgung Europas mit diesem kritischen Rohstoff zunehmend unter Druck. Der VDMA, die größte Netzwerkorganisation des Maschinenbaus in Deutschland und Europa, warnt vor den Risiken der starken Abhängigkeit von wenigen Lieferländern, die sich aktuell in Marktverwerfungen und Preissteigerungen zeigen. Eine sichere Rohstoffversorgung ist entscheidend für industrielle Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit in Europa. 

In seinem aktuellen Positionspapier „Sichere Wolframversorgung für Europas Industrie“ fordert der VDMA deshalb gezielte Maßnahmen, um die Rohstoffversorgung Europas langfristig resilienter aufzustellen. 

Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Forderungen: 

  • Stärkung der europäischen Kreislaufwirtschaft 

  • Sicherung des Zugangs zu Primärrohstoffen 

  • Wirksamer Schutz vor staatlich subventionierten Dumpingimporten 

  • Verbesserung der industriellen Rahmenbedingungen in Europa 

Recycling und strategische Partnerschaften für eine resiliente Wolframversorgung

CERATIZIT, ein Unternehmensbereich der Plansee Group, ist Mitglied im VDMA. Die Plansee Group ist der größte Wolframversorger der westlichen Welt und hat ihre Rohstoffversorgung über viele Jahre gezielt resilienter aufgestellt. Recycling spielt dabei eine zentrale Rolle: 92 Prozent des verarbeiteten Wolframs stammen aus Recyclingmaterial. Plansee Group hält das wertvolle Wolfram im Kreislauf und reduziert den Bedarf an Primärrohstoffen. Ergänzend setzt das Unternehmen auf langfristige Abnahmevereinbarungen mit Minenbetreibern, um die Versorgung mit Wolfram langfristig abzusichern. 

„Eine resiliente Rohstoffversorgung entsteht nicht von heute auf morgen. Die Plansee Group hat dafür bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten wichtige Weichen gestellt. Damit die europäische Industrie langfristig wettbewerbsfähig und unabhängiger aufgestellt ist, braucht es verlässliche politische Rahmenbedingungen und wirksame Maßnahmen für eine sichere Rohstoffversorgung.“ – Karlheinz Wex, Vorstandsvorsitzender der Plansee Group 

Mehr zu den Hintergründen und den konkreten Forderungen lesen Sie im vollständigen VDMA-Positionspapier „Wolframversorgung unter Druck: Europa muss jetzt handeln“. 

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VDMA

CERATIZIT

Über die Plansee Group: Fokus auf die Metalle Molybdän und Wolfram

Die Plansee Group ermöglicht mit ihren Produkten Anwendungen an der Grenze des technisch-physikalisch Machbaren – in Elektronik, Medizintechnik, Energieversorgung, Maschinenbau, Bauindustrie, Mobilität sowie Sicherheit und Verteidigung.

Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Reutte/Tirol ist auf die pulvermetallurgische Verarbeitung der Hochleistungswerkstoffe Molybdän und Wolfram spezialisiert. Die Wertschöpfungskette reicht von der Aufbereitung von Schrotten und Erzkonzentraten über die Herstellung von Vorprodukten und Rohlingen bis hin zur Entwicklung und Produktion kundenspezifischer Komponenten und Werkzeuge.

Die Plansee Group mit der Dachgesellschaft Plansee Holding AG vereint zwei starke Unternehmensbereiche:
•    Plansee Hochleistungswerkstoffe, spezialisiert auf metallische Produkte aus Molybdän und Wolfram.
•    Ceratizit, fokussiert auf Werkzeug aus Hartmetall (Wolframkarbid) für Handwerk, Zerspanung und industrielle Fertigung.

Langfristige Versorgungssicherheit für ihre Schlüsselwerkstoffe gewährleistet die Plansee Group über das Recycling und langfristige Partnerschaften mit Minenbetreibern. Am chilenischen Molybdänverarbeiter Molymet ist die Plansee Group mit 31 Prozent beteiligt und am Wolfram-Minenbetreiber Almonty mit zehn Prozent. 

Mit 11.120 Mitarbeitern an 36 Produktionsstandorten erzielte die Plansee Group im Geschäftsjahr 2025/26 einen konsolidierten Umsatz von 2,35 Milliarden Euro. Das Geschäftsjahr endet am letzten Februartag.

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