01. Juli 2026 News

Wenn aus einem industriellen Werkstoff Kunst wird

Neue Ausdrucksformen für Molybdän

In der Industrie entstehen aus Molybdän Produkte für unterschiedlichste Hightech-Anwendungen – etwa für die Bildschirmbeschichtung oder als Bauteil für Produktionsanlagen in der Chipindustrie. Die Tiroler Künstlerin Stefanie Stern nähert sich dem Werkstoff in ihrer aktuellen Ausstellung aus einer anderen Perspektive. Bis 8. August 2026 sind ihre Arbeiten in der Neuen Galerie Innsbruck zu sehen. 

 

Materialien eröffnen neue Perspektiven: Nicht nur in der Industrie, sondern auch in der Kunst. In ihrer Ausstellung „Under Pressure. ΔS – Orders of Glass“ erkundet Stephanie Stern genau diese Schnittstelle. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Mensch, Material, Form und Technologie. Begleitet wird ihre Arbeit von niederländischen Blumenstillleben, die gemeinsam mit ihren eigenen Werken den Ausstellungsraum prägen. 

 

In Zeichnungen, Fotografien, Assemblagen und Installationen untersucht die Künstlerin, wie Bilder in unterschiedlichen Medien Gestalt annehmen. Es entstehen vielschichtige Verbindungen und neue Perspektiven, geprägt von Fragen nach Materialität, Grenzen und Transformation sowie dem Zusammenwirken verschiedener Systeme. Stephanie Stern wurde kürzlich mit dem Nachwuchspreis des Landes Tirol (2026) sowie einem der beiden Förderpreise des RLB-Kunstpreises (2024) ausgezeichnet. 

 

Technische Ordnung aus Materie 

 

Neben Molybdän arbeitet sie in ihrer neuesten Ausstellung auch mit weiteren industriellen Materialien wie Quarzsand und SiliziumStoffe, die alle in Lithographiesystemen der Halbleiter- bzw. Chipindustrie eine wichtige Rolle spielen. Aus Quarzsand wird hochreines Silizium gewonnen, aus dem wiederum Silizium-Wafer entstehen – ein wesentlicher Bestandteil von Mikrochips. Molybdän wiederum ist ein wichtiger Werkstoff in verschiedenen Fertigungs- und Beschichtungsprozessen der Chipindustrie. 

 

Die Transformation der Stoffe spiegelt sich im Ausstellungstitel wider: Denn durch energieintensive Prozesse entstehen aus wenig strukturierten Ausgangsstoffen hochpräzise Mikrosysteme – aus Materie wird technische Ordnung. Nahrungsergänzungskapseln mit Molybdän verweisen zugleich darauf, dass die Elemente nicht nur in industriellen Prozessen, sondern auch in der Natur und im menschlichen Körper vorkommen. 

 

Die Neue Galerie Innsbruck wird von einem gemeinnützigen Verein, der Künstler*innen Vereinigung Tirol, betrieben und finanziert ihr Programm größtenteils aus öffentlichen Mitteln sowie privaten Spenden. Die Plansee Group unterstützte die Ausstellung mit Molybdänpulver aus der Produktion von Plansee HLW (einem Unternehmensbereich). 

 

Under PressureΔS — Orders of Glass von Stephanie Stern, kuratiert von Bettina Siegele, bis 8. August in der Neuen Galerie Innsbruck 

 


 

Bildunterschriften: 

 

Eröffnung der Ausstellung: (v.l.n.rKünstlerin Stephanie Stern, Bettina Siegele (Künstlerische Leiterin & Geschäftsleitung der Künstler*innen Vereinigung Tirol) und Kata Hinterlechner (Vorstandsmitglied der Künstler*innen Vereinigung Tirol). 

 

Ausstellungsansichten & Boden Assemblagen Under PressureΔS — Orders of Glass von Stephanie Stern 

 

Fotos: Daniel Jarosch, 2026

Über die Plansee Group: Fokus auf die Metalle Molybdän und Wolfram

Die Plansee Group ermöglicht mit ihren Produkten Anwendungen an der Grenze des technisch-physikalisch Machbaren – in Elektronik, Medizintechnik, Energieversorgung, Maschinenbau, Bauindustrie, Mobilität sowie Sicherheit und Verteidigung.

Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Reutte/Tirol ist auf die pulvermetallurgische Verarbeitung der Hochleistungswerkstoffe Molybdän und Wolfram spezialisiert. Die Wertschöpfungskette reicht von der Aufbereitung von Schrotten und Erzkonzentraten über die Herstellung von Vorprodukten und Rohlingen bis hin zur Entwicklung und Produktion kundenspezifischer Komponenten und Werkzeuge.

Die Plansee Group mit der Dachgesellschaft Plansee Holding AG vereint zwei starke Unternehmensbereiche:
•    Plansee Hochleistungswerkstoffe, spezialisiert auf metallische Produkte aus Molybdän und Wolfram.
•    Ceratizit, fokussiert auf Werkzeug aus Hartmetall (Wolframkarbid) für Handwerk, Zerspanung und industrielle Fertigung.

Langfristige Versorgungssicherheit für ihre Schlüsselwerkstoffe gewährleistet die Plansee Group über das Recycling und langfristige Partnerschaften mit Minenbetreibern. Am chilenischen Molybdänverarbeiter Molymet ist die Plansee Group mit 31 Prozent beteiligt und am Wolfram-Minenbetreiber Almonty mit zehn Prozent. 

Mit 11.120 Mitarbeitern an 36 Produktionsstandorten erzielte die Plansee Group im Geschäftsjahr 2025/26 einen konsolidierten Umsatz von 2,35 Milliarden Euro. Das Geschäftsjahr endet am letzten Februartag.

Medienkontakt

Dénes Széchényi
Head of Group Communications
Tel. +43-5672-600-2243
Mobil +43-664-81 52 598
denes.szechenyi@plansee-group.com